Parodontitisbehandlung

Parodontitisbehandlung2018-08-21T19:11:55+00:00

Parodontitis – Zahnfleischentzündung und die Folgen

Paradontitis, also die Entzündung des Zahnhalteapparates, gehört zu den häufigsten Erkrankungen des Menschen. Warum ist das so?
Um das zu verstehen, müssen Sie zunächst wissen, dass die Parodontitis durch Bakterien verursacht wird und eine Entzündungsreaktion des Körpers auf diese Bakterien darstellt. Diese Entzündungsprozesse finden meist in den Zahnzwischenräumen statt. Im Laufe der Zeit werden diese Entzündungen chronisch. Als Folge der Entzündung wird der Kieferknochen zerstört, wodurch es bei fortgeschrittener Erkrankung zu Zahnverlust kommt.
Seltene Formen der Parodontitis führen unbehandelt schon bei jungen Erwachsenen zu Zahnverlust. Ansonsten tritt dieser erst später auf, wenn die Parodontitis nicht erkannt und behandelt wird. Das heißt, die chronische Entzündung in den Zahnzwischenräumen ist der Kern des Problems.

 

Parodontitis erkennen und behandeln

Eine Parodontitis beginnt immer mit einer Zahnfleischentzündung (Gingivitis). Diese ist für Sie als Patient nur schwer zu erkennen. Am ehesten bemerken Sie eine erhöhte Neigung zu Zahnfleischbluten. Auch kann das Zahnfleisch geschwollen sein; an den Zähnen sehen Sie oft einen verfärbten bakteriellen Belag.
Aus der unbehandelten Gingivitis entwickelt sich meist eine Parodontitis, ohne dass Sie deutliche Zeichen davon wahrnehmen. Dieses Krankheitsbild ist anfänglich schmerzfrei und kaum zu beobachten. Außer gelegentlich blutendem Zahnfleisch treten eventuell auch Mundgeruch, eine Änderung der Zahnstellung, länger werdende und gelockerte Zähne sowie gelegentlich Schmerzen auf.
Parodontitis wird häufig erst im Alter von 35 bis 50 Jahren entdeckt, obwohl die ersten Krankheitszeichen durch den Zahnarzt früher feststellbar sind. Fragen Sie uns daher nach dem Parodontalen Screening Index (PSI) oder nach dem BOB, einer Messmethodik, um feststellen zu können, ob es zu Blutungen zwischen Ihren Zähnen kommt, wenn die Prophylaxehelferin oder Sie selbst passende Interdentalraumbürstchen nehmen, um die Zahnzwischenräume zu reinigen.

 

Parodontitis – wie lässt sich dieses heimtückische Krankheitsbild verhindern?

Gesundes Zahnfleisch
Gesundes Zahnfleisch füllt die Zwischenräume zwischen den Zähnen vollständig aus und blutet bei Berührung nicht. Die Zähne und das Weichgewebe des Zahnfleisches sind frei von bakteriellen Ablagerungen.

Erkranktes Zahnfleisch
Entzündetes Zahnfleisch (Gingivitis) ist gerötet, blutet leicht bei Berührung und ist geschwollen. Die Zähne sind mit bakteriellen Belägen behaftet, die bei Nichtbehandlung eben eine Schädigung des Zahnhalteapparates herbeiführen.

Entzündeter Zahnhalteapparat (Parodontitis)
Das Zahnfleisch ist gerötet und meist stark geschwollen, andererseits fehlt es zwischen den Zähnen. Die Zähne sind gelockert, der knöcherne Unterbau ist zum Teil verloren gegangen. Dann geht es in Richtung Zahnverlust und es kommt zur Lockerung der Zähne.
Wichtig: Eine Parodontitis ist eine Entzündung des Zahnhalteapparates. Unbehandelt führt sie meist zu Zahnverlust.

 

Was sind die Ursachen einer Parodontitis?

Die gesunde Mundhöhle wird von über 700 Arten von Bakterien besiedelt. Es befinden sich Milliarden von Bakterien in der Mundhöhle und das ist auch notwendig, da sie den beginnende Teil des Verdauungsprozesses darstellen. Die meisten davon sind harmlos.
Gingivitis oder Parodontitis entwickeln sich, wenn durch unzureichende Zahnreinigung die Menge der Bakterien zunimmt. Und zwar an Stellen, die von der täglichen Pflege nicht erreicht werden können. Dann können gefährliche Arten vermehrt auftreten. Auch kann der Körper in seiner natürlichen Abwehr geschwächt werden. Ursache für eine Parodontitis ist immer die Ansammlung von Bakterien in Form der Zahnbeläge (Plaque). Ohne Beläge kann weder eine Gingivitis noch eine Parodontitis entstehen.
Deshalb ist es wichtig eine Prophylaxe-Form zu wählen, die ein besonderes Augenmerk darauf richtet, dass die Plaque-Ablagerungen erst gar nicht entstehen (z.B. die SOLO-Prophylaxe) und an den Stellen entfernt werden, die für die häusliche Zahnpflege nicht erreicht werden können. Denn ohne Plaque-Ablagerungen kann weder Gingivitis noch Parodontitis entstehen.
Wird der zunächst weiche Belag bei der Zahnpflege nicht entfernt, verfestigt er sich durch Einlagerung von Mineralien: Es entsteht Zahnstein. Zahnstein fördert das Wachstum der Plaque Richtung Zahnwurzel. Zwischen Zahnwurzel und Zahnfleisch bildet sich ein Spalt, die Zahnfleischtasche. Sie stellt einen idealen Lebensraum für Bakterien dar.
Gifte aus dem Bakterienstoffwechsel gelangen in das Zahnfleisch. Dort lösen sie eine Reaktion der körpereigenen Abwehr aus. Schweregrad und Verlauf der Zahnbetterkrankungen werden von Menge und Art der auslösenden Bakterien, von der individuellen Stärke der Abwehrkräfte des Patienten und von bestimmten Risikofaktoren bestimmt. Je aggressiver die Bakterien sind und je schwächer die Abwehrlage des Körpers ist, desto früher und stärker tritt die Krankheit auf. Die Infektionsabwehr kann durch äußere Faktoren nachhaltig geschwächt werden (z.B. Rauchen).
Ohne Beläge kann weder eine Gingivitis noch eine Parodontitis entstehen. Die SOLO-Prophylaxe verhindert das Entstehen von Gingivitis und Parodontitis.

 

Was kann ich tun, um eine Parodontitis zu vermeiden?

Zahnbettentzündungen sind nicht schicksalhaft. Sie können durch richtige und gründliche Mundhygiene, ergänzt durch professionelle Reinigung schwer zugänglicher Stellen in der Prophylaxe, der Entstehung von Gingivitis und Parodontitis vorbeugen. Durch korrekte Reinigung der Zahnzwischenräume und des Zahnfleischrandes kann verhindert werden, dass Gingivitis und Parodontitis erst überhaupt entstehen.

 

Welches sind die Folgen einer Parodontitis?

Wird die Entzündung nicht gestoppt, kann sie den Kieferknochen angreifen und schubweise zu dessen Abbau führen. Es kommt zu lockeren Zähnen und zu Zahnverlust. Parodontitis ist die häufigste Ursache für Zahnverlust mit all seinen Konsequenzen in Bezug auf Lebensqualität, Attraktivität und eingeschränkter Genussfähigkeit.
In der Literatur umfangreich beschrieben ist auch die Wechselwirkung mit anderen Krankheitsbildern durch die hohe bakterielle Belastung in der Mundhöhle, die Bakterien in die Blutbahn bringt. Unbehandelte Parodontitis kann ein erhöhtes Risiko für Komplikationen während der Schwangerschaft (Präeklampsie, Frühgeburten und niedriges Geburtsgewicht) sowie ein erhöhtes Risiko für Herzerkrankungen und Diabetes sein.

 

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